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Faszination Berge - mit dem Alpenverein wird die Bergwelt für Jeden zum Erlebnis

Die Sektion Schorndorf/Backnang des Alpenvereins lädt Sie ein, sich umfassend über unser Programm und unsere Aktivitäten zu informieren. Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern auf unserer Website. Sie haben Fragen und Anregungen? Rufen Sie uns an oder schicken uns eine Nachricht. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Ihre DAV-Sektion Schorndorf mit Bezirksgruppe Backnang

Von einer auch im Berichtsjahr 2016 steigenden Mitgliederzahl der Alpenvereinssektion Schorndorf mit Bezirksgruppe Backnang konnte der 1. Vorsitzende Werner Graß bei der Hauptversammlung im „Lamm“ in Schornbach berichten. 2845 waren es Ende 2016. Im ersten Quartal 2017 ging der Trend weiter nach oben, der bei der Sektion Schorndorf im gleichen Prozentbereich liegt wie beim DAV deutschlandweit.

Das Thema „Ersatzbau Alpenrosenhütte“ nahm, entsprechend seiner Wichtigkeit, breiten Raum im Bericht des Vorsitzenden ein. Am 9. Mai 2016 wurde die Baugenehmigung durch die Gemeinde Westendorf und die Bezirkshauptmannschaft Kitzbühel erteilt. Am 10. Mai rückte der Abrissbagger an. Anfangs schlechtes Wetter erschwerte die Arbeiten erheblich. Am Almweg musste nachgeschottert werden. Am bergseitigen Teil der Baugrube wurde eine Spritzbetonwand erforderlich, zur Sicherheit der Bauhandwerker. Dadurch gleich erhebliche Mehrkosten. Trotzdem war am 10. Oktober Bauabnahme und Übergabe durch die Handwerkerschaft an den Verein. Am 22. Oktober ist der Vereins-Ausschuss zur Sitzung und Inspektion in der neuen Hütte gewesen. Werner Graß dankte allen Projektbeteiligten, die es ermöglicht haben diesen ehrgeizigen Terminplan in die Tat umzusetzen.

Auch Schatzmeister Karl-Heinz Dittrich musste durch dieses Projekt einiges mehr zu seiner üblichen Arbeit leisten. 1,5 Millionen waren veranschlagt, 1 560 000 wird die Endsumme betragen. Offen ist z. B. noch die Sanierung des Almwegs, der durch die Baufahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen wurde. An Spenden für den Bau sind bis jetzt 28 000 Euro eingegangen. Die Rechnungsprüfer konnten keine Mängel in dem umfangreichen Zahlenwerk finden. Die gesamte Vorstandschaft wurde auf Antrag von Steffen Sinner einstimmig entlastet, der launig anmerkte das „Projektteam Alpenrose“ könne in Zukunft als Beratungsgruppe für Flughafen-, Opern- und Bahnhofsbauten wirken!

Alpenrosenhüttenverwalter Günter Pfeil berichtete von 380 ehrenamtlichen Arbeitstunden die das Aus- und Einräumeteam erbracht hat, dazu die jeweiligen An- und Heimfahrten. Das ganze, wieder verwertbare Mobiliar wurde in Containern zwischengelagert. Ebenso die Waschbetonplatten von der Terrasse auf Paletten. Dazu noch die meist kurzfristigen Besprechungen des Projektteams und die häufigen Fahrten der Verantwortlichen zur Baubesprechung nach Tirol.

Meist schönes Wetter und beste Pistenverhältnisse haben in der nun zu Ende gehenden Wintersaison zu sehr guten Übernachtungs- und Gästezahlen beigetragen. Hüttenwirt Kemal Akcay mit seinem Team freuen sich schon jetzt, auch im bevorstehenden Gäste auf der neuen Hütte begrüßen zu können. Die Wintersaison endet am 2. April, dann ist die Hütte geschlossen. Die Sommersaison beginnt am 25. Mai 2017.

Zu den jährlichen Skiausfahrten zur Alpenrosenhütte kam 2016 noch eine „Abrissausfahrt“ hinzu, bei der im März noch beste Pistenverhältnisse herrschten.

Die Bezirksgruppe Backnang hat bei ihren Vorträgen im Winterhalbjahr immer guten Zuspruch, berichtete Otto Lutz. Einmal mussten sogar Besucher wegen Überfüllung des Saales abgewiesen werden. Sechs Tage „Frauenfasten“ auf der Schorndorfer Hütte war auch wieder gefragt. Auch bei den Wanderungen war die Teilnehmerzahl zufriedenstellend. Wie wichtig eine Ankündigung in der Tagespresse sei, habe sich gezeigt, als eine solche zu spät erschienen ist, nur sechs Wanderer gekommen sind.

Zu den Vorträgen in Schorndorf kamen zwischen 69 und 133 Besucher. Die Vortragsreferenten der Sektionen Geislingen, Göppingen, Gmünd, Tübingen und Schorndorf treffen sich jährlich zum Erfahrungsaustausch so Willy Auwärter. Dabei werden Kooperationsveranstaltungen angestrebt, um den Vortragenden lange Reisewege zu ersparen..

Auf dem Kalten Feld wurde wieder einiges bewegt, so Thomas Landmesser. Die Sitzgruppen vor der Schorndorfer Hütte werden Zug um Zug erneuert, auch 2017 wieder. Fichten mussten gefällt werden und wurden zu Brennholz verarbeitet. Das jährliche Bergfest wirft - bei schönem Wetter - auch einen schönen Ertrag ab. Dieser wird in die Infrastruktur der Hütte investiert. Die Abwasserleitung vom Kalten Feld nach Degenfeld, bisher von einer Interessengemeinschaft betrieben, wird von der Stadt Schwäbisch Gmünd übernommen. Für die erforderliche Optimierung des Leitungsnetzes muss die Sektion anteilige Kosten von 2900 Euro aufbringen. Damit ist dann die komplette Wasser- und Stromversorgung für die Hütte in Händen der Stadtwerke Schwäbisch Gmünd.

Im Jahr 2016 wurde auch der Vorraum der Kletterhalle in der Grauhalde renoviert. Ehrenamtliche Arbeit und eine Spende der Volksbank haben dies ermöglicht.

Wander- und Tourenwart Karl Ostermann berichtete von einem erfolgreichen Jahr, erfreulicherweise ohne Unfälle. Einer der Höhepunkte war die Trekkingtour im Hohen Atlas in Marokko. Auch den Alpen gab es mehrere Wander-, Hoch- und Klettersteigtouren, sowie eine Etappe auf dem GTA (Grande Traversata delle Alpi) wurde bewältigt. Im Bereich Wandern und Hochtouren könnte man noch mehr Übungsleiter brauchen, meinte er.

Erfreulicherweise habe die Sektion in den verschiedenen Abteilungen 49 ausgebildete Übungsleiter, berichtete Ausbildungsreferent Torsten Graß. Luft nach oben sei natürlich immer noch. Auch bei den Kinder-, Jugend- und Familiengruppen ist durch den stetigen Zuwachs mehr Betreungspersonal/Übungsleiter notwendig. Jugendreferent Klaus Strotbeck sagte, dass es im Kinderbereich einen Aufnahmestau gibt. Familiengruppenleiter Charly Eberle zeigte einige Bilder von den Abenteuern der Gruppe „Steinböcke“, was den Versammlungsverlauf erfreulich auflockerte.

Dass der DAV-Landesverband Baden-Württemberg mit seinen 230 000 Mitgliedern nun auch anerkannter Naturschutzverband ist, berichtete Naturschutzwartin Renate Florl.

Das Leiterteam der Bikergruppe, Manfred und Gabi Rost, hatte in einer Tischvorlage ihren umfangreichen Jahresbericht vorgestellt. Von 19 geplanten Aktivitäten verschiedener Schwierigkeitsgrade mussten vier wegen schlechtem Wetter abgesagt werden. Alle anderen waren tolle Erlebnisse für die Teilnehmer. Das von Ingrid und Werner Landenberger organisierte MTB-Wochenende, mit Übernachtung in der Schorndorfer Hütte, war auch wieder dabei.

In seinem kurzen Ausblick in die Zukunft berichtete der Vorsitzende über den Planungsstand zur Boulder- und Kletterhalle im Sportpark Rems. Im Schulsport ist Bouldern und Klettern zu einer bedeutenden Sportart geworden. Das Sportklettern ist ab dem Jahr 2020 olympische Disziplin. Folglich ist die Schaffung von geeigneten Übungsräumen auf jeden Fall sinnvoll. Bedingt durch den Alpenrosenbau kann jedoch aus finanzieller Sicht frühestens im nächsten Jahrzehnt ein solches Projekt angedacht werden. Im Rahmen der Landesgartenschau ist in Urbach eine Bikerstrecke ausgewiesen worden, dabei auch ein „FlowTrail“. Die Mountainbikegruppe soll dafür dafür die Betreuung übernehmen.

Das Ergebnis der Wahlen für weitere zwei Jahre: 1. Vorsitzender Werner Grass; stellvertretender Vorsitzender und Verwalter Schorndorfer Hütte Thomas Landmesser; Schatzmeister (neu) Hans Hutt; Rechnungsprüfer Steffen Sinner und (neu) Dieter Retter; Schriftführerin Bettina Heinrich; Jugendreferent Klaus Strotbek; Vortragsreferent Willy Auwärter; Referenten Alpenrosenhütte (neu) Carola und Achim Zinßer; Geschäftsstelle Ortrun Brand und Helge Beuttel; Wander- und Tourenreferenten Erich Lehmann und (neu) Hans Fiddes; Ausbildungsreferent Torsten Graß; Referenten Kletterhalle Volker Hahn und Marcel Heckel; Beisitzer im Beirat Karlheinz Eberle; Geschäftsstelle Backnang Heiderose Lutz; Beirat Bezirksgruppe Backnang Fritz Ludwig; Rolf Grass zeigte sich bereit noch ein Jahr das Team Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen.

Der gesamte Ablauf der Versammlung war gut - und aufwendig – vorbereitet. Zu allem gab es Hintergrundbilder und Berichte auf der Leinwand.

Bericht: Rolf Graß
Foto: Alexandra Ammer