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Nach pünktlichem Start in Schorndorf sind drei Frauen und zwei Männer Richtung Kufstein gestartet.

Der wenig anspruchsvolle aber sehr steile Aufstieg war nach ca 3 h zur Vorderkaiserfeldenhütte geschafft und keiner hatte recht Lust den Hausgipfel, die Naunspitze, zu besteigen. Es war schwül, heiß und wir haben Urlaub und so genossen wir die Sonne und das Panorama auf den westl. Teil des Wilden Kaisers gegenüber. Fast konnten wir der Wettervorhersage nicht glauben, aber er hatte Recht: den ganzen 2. Tag Regen und so verzichteten wir auf die Gipfel des Zahmen Kaisers und starteten durch um bei anhaltenden und stärker werdenden Regen in 4,5 h zur Stripsenjochhütte zu laufen. Der Gastraum erwies sich als zuverläßigsten Trockenraum! Am nächsten Tag warteten wir noch die letzten Regentropfen ab und marschierten über den Eggersteig die Steinerne Rinne hoch auf den Ellmauer Halt, DIE Scharte, die das Massiv des Wilden Kaisers kennzeichnet. Eine beeindruckende Felskulisse begleitete uns den Weg hinauf mit Wolkenresten, Klettergipfel und steile Felswände. Der Helm war hörbar nicht umsonst aufgesetzt! Der Hintere Goinger Halt, 2192m, wurde noch einfach und schnell mitgenommen, um dann letztendlich über den Jubiläumssteig zur Gruttenhütte anzukommen. Für den 4. und anspruchvollsten Tag war die Überschreitung des Scheffauers geplant, um wieder ins Kaisertal zurückzukommen. Zunächst durch Wald und Latschen ging es einen als schwarz gekennzeichneten Bergpfad hinauf zum Sattel, wo wir uns ein kollektives Mittagsmahl genehmigten. Nach dem leicht zu erreichenden Gipfel mit tollem Rundumblick – war das die Alpenrosenhütte, deren neues Dach uns entgegenlachte?? - ging es an den Abstieg. Zur Sicherheit wurde erneut der Helm aufgesetzt und das Klettersteigset angezogen. Da der Widauersteig kein Klettersteig ist sondern „ nur“ ein drahtseilversicherter Steig, waren die nicht abgesicherten Stellen oftmals diejenigen, welche nochmals alle Konzentration und Muskelkraft erforderten. Trotz der Herausforderung meisterten alle diesen Abschnitt in 2-3 h und die Kaindlhütte lockte mit kühlem Getränk und leckerem Essen. Am letzten Tag waren die Muskeln nun doch müde, der Geist schwach und die Seele wollte baumeln.... also doch der direkte Weg zum Brentenjoch und der Absteig nach Kufstein erfolgte sachte schaukelnd und völlig entspannt mit dem Sessellift.

Vielen Dank euch Vier für eine erlebnisreiche, fröhliche, hochmotivierte und herausfordernde Sektionsausfahrt.

Karin Graf

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