Gruppe noch vor dem Felsenmeer enstpannt

Lechquellengebiet für Neulinge 7.7. bis 9.7.2017

 

Früh am Freitag ging es los für 7 Bergneulinge in Richtung Lech. Ganz unterschiedlich war die Gruppe, gar nicht unsportlich, zum Teil konditionsstark, aber eben nicht (noch nicht) in den Bergen zu Hause. Und so war es spannend nach der Busfahrt zum Formarinsee, als dann der schwere Rucksack geschultert wurde: Wo ist die Hütte? Wo sind wir auf der Karte? Wo ist der Weg, den Karin für uns ausgewählt hat?

 

Nachdem die 1. Unsicherheiten beseitigt waren, ging es allmählich steigend über sanftes Wiesengelände zum Felsenmeer – aber oh weh - wo ist der Weg geblieben? Die Knie zitterten bei so einigen und so half Karin oder auch die ganze Gruppe sich gegenseitig über so manchen großen Tritt oder Stein hinweg. Die Freiburger Hütte war dann auch bald erreicht und nach ein paar praktischenTipps von Karin liesen sich alle das hervorragende Essen schmecken. Das junge immer freundliche Hüttenteam verdient allen Respekt und Lob.

Am Abend wurde demokratisch gegen ein erneutes Überqueren des Felsenmeeres (rot) gestimmt und so war die Saladinaspitze (blau) das Ziel. Die Mulde mit großem Blockwerk wurde mit Bravour gemeistert und nach den gestrigen Erfahrung als relativ leicht empfunden. Dann kam die Hangquerung zum Gipfelaufstieg in Sicht und alle dachten das gleiche: Werde ich da ein blaues Wunder erleben?!Aber es waren letztendlich die Rinnen, die es zu überqueren galt, die 2 Teilnehmer zu einer langen Mittagsrast verhalfen. Die andern machten sich auf die letzten 100 Hm zum Gipfel auf, der von allen hart erkämpft war und nicht immer Wohlfühlcharakter hatte (blau!). Alle waren erleichtert als die Gruppe wieder vollständig war und der schwerste Teil hinter uns lag. Apropo schwer: es gibt ja noch den schwarzen Bergweg; auch den hatte Karin im Programm für 3 Unerschrockene. Aber die Fensterlewand war dann doch zu weglos, das Gras zu nass und die Felsen so trittlos....

 

Das Thema beim Abstieg war dann auch die Schwierigkeitseinteilung der Bergwege und es konnte jetzt jeder den Unterschied zwischen roten und blauen Bergwegen hautnah für sich erspüren und seine Befähigungen klar festmachen. Der Abstieg am 3. Tag ist gleichzeitig der Beginn des Lechweges von der Quelle bis zum Lechfall bei Füssen (125km), den wir aber nur bis Lech (gelb, gibt es ja auch noch!) zum abgestellten Pkw gelaufen sind; mit 17 km doch etwas länger, da auch noch ein neu angelegter Golfplatz umwandert werden musste.

 

Es waren 3 lehrreiche Tage zu Ende, eine tolle interessierte und tolerante Gruppe ging auseinander aber ein Wunsch blieb noch offen: Die Sektion möge doch bitte auch einfache Bergtouren auf roten Bergwegen anbieten.

 

Bilder und Text: Karin Graf