Der Deutsche Alpenverein Sektion Schorndorf mit Bezirksgruppe Backnang hatte sich Großes vorgenommen: eine Trekkingtour mit der Besteigung des Viertausenders Ighil M’Goun, 4071 m, im Hohen Altlas in Marokko. Zu Beginn und am Ende der Wanderreise, die von Renate Florl organisiert wurde, besuchten wir Marrakesch - mit einem Stadtrundgang durch die Medina. Die 17-köpfige Gruppe machte bei der abenteuerlichen Fahrt von Marrakesch in den Hohen Atlas einen Abstecher zu den berühmten und eindrucksvollen Ouzoud-Wasserfällen. Die anspruchsvolle Trekking-Wanderung startete dann im hübschen Tal Aït Bou Guemez („Tal der Glücklichen“). Übernachtet wurde in einfachen Herbergen oder in freier Landschaft in kleinen Doppelzelten.

 

Bei den täglichen Wanderungen mit bis zu acht Stunden Gehzeit erlebte man ganz intensiv die karge Berglandschaft, die in den Hochlagen überraschend viele Schneefelder aufwies. Die phänomenalen Aussichten von den Pässen und Gipfeln entschädigten für die Anstiege, die an manchen Tagen mehr als 1200 Meter betrugen. Im Gegensatz dazu standen die fruchtbaren Täler mit den Berberhäusern in Lehmbauweise. In diesen kleinen Dörfern scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Dazu gab es lila und gelb blühende Stechginsterpolster, faszinierende Felslandschaften und Schluchten mit Flüssen, die immer mal wieder barfuss durchquert werden mussten.

Die einheimische Begleitmannschaft mit drei Bergführern, zwei Köchen und zehn Mulis sowie Mulitreibern sorgte nicht nur für den Gepäcktransport, sondern auch für frisch zubereitete und optisch sehr schön angerichtete Mahlzeiten.

Zurück in Marrakesch schlenderte man zu Afrikas größten Marktplatz, dem Djemaa El Fna, mit dem aufregenden, pulsierenden Leben. In den Suks wurde mancher Einkauf getätigt. Auch der Besuch eines Hamam wurde gewagt. Jeder kehrte mit unvergesslichen und besonderen Eindrücken nach Deutschland zurück.

5. Juni 2018 Renate Florl