Der Alpenverein lädt Mitglieder und Gäste am Sonntag, 9. Oktober, zu einer Wanderung „Rund um die Geislinger Steige“ ein. Vom Bahnhof Geislingen geht es hinauf zur Burgruine Helfenstein, zum Ödenturm und weiteren Aussichtsfelsen unterwegs bis auf der anderen Talseite das Ostlandkreuz erreicht wird. Die Wanderstrecke beträgt ca. 15 km, Auf- und Abstieg ca. 300 hm. Gehzeit ca. viereinhalb Stunden. Falls es nass ist, sind Wanderstöcke hilfreich. Rucksackvesper, Getränk und ausreichend Kondition mitnehmen! Eingekehrt wird wahrscheinlich erst am Ende der Wanderung. Treffpunkt pünktlich um 8 Uhr am Bahnhof Schorndorf zum Lösen der Gruppenfahrkarten. S-Bahn-Abfahrt 8.18 Uhr. Weitere Informationen gibt es bei Manfred Zabka, Tel. 07181/74029, oder Rolf Grass, Tel. 07181/82373.

Nach pünktlichem Start in Schorndorf sind drei Frauen und zwei Männer Richtung Kufstein gestartet.

Der wenig anspruchsvolle aber sehr steile Aufstieg war nach ca 3 h zur Vorderkaiserfeldenhütte geschafft und keiner hatte recht Lust den Hausgipfel, die Naunspitze, zu besteigen. Es war schwül, heiß und wir haben Urlaub und so genossen wir die Sonne und das Panorama auf den westl. Teil des Wilden Kaisers gegenüber. Fast konnten wir der Wettervorhersage nicht glauben, aber er hatte Recht: den ganzen 2. Tag Regen und so verzichteten wir auf die Gipfel des Zahmen Kaisers und starteten durch um bei anhaltenden und stärker werdenden Regen in 4,5 h zur Stripsenjochhütte zu laufen. Der Gastraum erwies sich als zuverläßigsten Trockenraum! Am nächsten Tag warteten wir noch die letzten Regentropfen ab und marschierten über den Eggersteig die Steinerne Rinne hoch auf den Ellmauer Halt, DIE Scharte, die das Massiv des Wilden Kaisers kennzeichnet. Eine beeindruckende Felskulisse begleitete uns den Weg hinauf mit Wolkenresten, Klettergipfel und steile Felswände. Der Helm war hörbar nicht umsonst aufgesetzt! Der Hintere Goinger Halt, 2192m, wurde noch einfach und schnell mitgenommen, um dann letztendlich über den Jubiläumssteig zur Gruttenhütte anzukommen. Für den 4. und anspruchvollsten Tag war die Überschreitung des Scheffauers geplant, um wieder ins Kaisertal zurückzukommen. Zunächst durch Wald und Latschen ging es einen als schwarz gekennzeichneten Bergpfad hinauf zum Sattel, wo wir uns ein kollektives Mittagsmahl genehmigten. Nach dem leicht zu erreichenden Gipfel mit tollem Rundumblick – war das die Alpenrosenhütte, deren neues Dach uns entgegenlachte?? - ging es an den Abstieg. Zur Sicherheit wurde erneut der Helm aufgesetzt und das Klettersteigset angezogen. Da der Widauersteig kein Klettersteig ist sondern „ nur“ ein drahtseilversicherter Steig, waren die nicht abgesicherten Stellen oftmals diejenigen, welche nochmals alle Konzentration und Muskelkraft erforderten. Trotz der Herausforderung meisterten alle diesen Abschnitt in 2-3 h und die Kaindlhütte lockte mit kühlem Getränk und leckerem Essen. Am letzten Tag waren die Muskeln nun doch müde, der Geist schwach und die Seele wollte baumeln.... also doch der direkte Weg zum Brentenjoch und der Absteig nach Kufstein erfolgte sachte schaukelnd und völlig entspannt mit dem Sessellift.

Vielen Dank euch Vier für eine erlebnisreiche, fröhliche, hochmotivierte und herausfordernde Sektionsausfahrt.

Karin Graf

zur Galerie

An dieser Stelle nur ein kurzer zeitlicher Ablauf und das Feedback einzelner Teilnehmer. Am Vormittag wurden Geräte ausgeliehen oder die eigenen mit den anderen verglichen. Erste Erfahrungen wurden gemacht, indem man einer festgelegten Route durch Schorndorf folgte. Während der Mittagspause wurde der Referent Andy Heilig mit Fragen beschäftigt und am Nachmittag ging es an den eigenen Laptop mit installierter Software „Basecamp“, um Touren auf dieser zu planen.

 

Feedback:

"Ich habe jetzt weniger Berührungsängste, wenn ich ein GPS gerät in die Hand nehme..."

"Als totaler Anfänger etwas überfordert, aber ein toller Einstieg in die Materie..."

"Bin mit meinem alten Gerät zufrieden, da passt alles...."

"Ich habe Korrekturen vorgenommen und die Anzahl der Funktionen für mich erweitert..."

"Ich kann nun mehr mit Basecamp als Tourenplaner arbeiten...."

"Evtl. ist ein Erfahrungsaustausch sinnvoll oder auch ein Zusammenarbeiten etwa bei einem Cache suchen?...."

Andrea Beate Daniel Dietlinde Dorothee Elke Gudrun Hermann Jochen Karin Karl Manfred Martin Norbert Rainer Rainer Renate Roland Silvia Walter

 

 oder

 

Trekkingtour im Hohen Atlas

 

Ziemlich in der Mitte der Nacht trafen sich 14 Mitglieder der Trekkingtour in Schorndorf zur Busfahrt zum Flug-hafen Frankfurt, um gemeinsam mit den beiden schon anwesenden Wanderfreunden um 8.00 Uhr den Flug über Madrid nach Marrakesch anzutreten. Mit mittelgroßem Gepäck wurden wir von unserem späteren Trekking-Guide in Empfang genommen und gemeinsam mit den Lufthansa-Fliegern, die bereits eingetroffen waren, zum Hotel Islane im Herzen Marrakeschs gebracht. Nach einer kurzen Erfrischungspause wurden wir zu einer Stadtführung abgeholt, die immerhin 3 ½ Stunden gedauert hat, incl. einer Vorführung mit Gewürzen und Schönheitssalben, einschließlich Massage, wer will. Ein sehr verheißungsvoller Anfang zum Wohlfühlen. Abends schließt sich ein üppiges Mal an hoch über den Dächern der Medina. Wir könnten also auch gleich hier bleiben. Der Tag schließt mit einem letzten Bierchen auf der Hotelterrasse.

Klangvolle Namen , wie Buocher Höhe oder Lemberg, die auf unserem langen Weg erobert werden wollten. Start ist jedoch um 6.30 Uhr noch bei leichter Düsternis in Grunbach, die ersten 300 hm sind angenehm, aber lang, dann wieder runter ins Buchenbachtal bei Birkmannsweiler. Zum Schluß in Freiberg hatten sich 1400 hm angehäuft. Am Stöckenhof bekommen wir Zuwachs, jetzt sind wir kom- plett, 5 Powerfrauen und 11 Männer. Weiter geht es in abwechslungsreicher Kulturlandschaft bei herrlichem Wanderwetter, jetzt auf dem HW 10, über Heiningen nach Backnang hinein, weil der vorgesehene Weg über den Bahnübergang bei Germannsweiler nicht mehr existiert. Vom Tal der Murr wieder auf die Anhöhe durch Ober-, Mittel- und Unterschöntal, dann gleich wieder runter ins liebliche, einzigartige Wüstenbachtal zurück ins Murrtal. Auf einer sonnigen Wiese am Waldrand dann die verdiente Mittagspause. Nach Burgstall im Tal liegt Wolfsölden wieder hoch über dem Buchenbach. Wir folgen jetzt dem Wüttembergischen Weinwanderweg zum Lemberg. Waren wir bis jetzt fast alleine unterwegs, herrscht dort die Hölle. Wanderer und Biker genießen die grandiose Aussicht bis zum Fernsehturm und weiter, die heute etwas verdiest ist, uns aber ebenfalls zu einer Rast einlädt. Jetzt noch eine letzte Anstrengung. Wir erreichen das Neckartal bei Poppenweiler, wandern über den Weinbergen nach Hoheneck und schließlich mit einem letzten Anstieg nach Freiberg, das wir nach 11 Stunden reiner Gehzeit erreichen. Das Hotel Restaurant verwöhnt und versöhnt uns. Die letzten 200 m zum Bahnhof komplettieren die 48,2 km wundervolle Wander- strecke.

Karl Ostermann