Termin: Mittwoch, 15. Juli bis Freitag 17. Juli 2015

Das Lechquellengebirge in Vorarlberg/ Österreich war das Ziel der botanischen Wanderung. Startpunkt der Wanderung war die Mautstelle in Lech-Zug. Zunächst wanderten wir ein erstes Stück auf dem Lechweg, dann begann ab dem Unteren Älpele der Aufstieg zur Göppinger Hütte, 2245 m.

Wir schauten dabei genau hin, was alles am Wegesrande wuchs und blühte. Wir erfreuten uns an einer Vielzahl von Orchideen und bestimmten seltene Pflanzen wie beispielsweise das Rundblättrige Wintergrün oder das häufigere gelbfarbene Weidenblättrige Rindsauge. Im oberen Teil des Aufstiegs kamen wir in den Genuss von herrlich blühenden Alpenrosenmatten.

Abends wurde noch fleißig in der botanischen Literatur geblättert. Im modern ausgebauten Lager der Göppinger Hütte verbrachten wir eine angenehm ruhige Nacht.

 

Am zweiten Tag stand die Route zur Freiburger Hütte auf dem Programm. Die sommerliche Hitze war hier oben gut auszuhalten, ein leichter Wind brachte zusätzlich Erfrischung. Uns leuchteten auf dem Weg viele Enziane und Schusternägel entgegen, auch sahen wir immer wieder die herrliche Arnika blühen. Wir genossen die Farbenpracht der blühenden Matten, schnupperten an den wohlriechenden Kohlröschen und erkannten den Blutwurz. An der Formarinalpe freute sich jeder auf ein kühles Getränk!

Dann spazierten wir – an den hohen Pflanzen des Gelben Enzians vorbei – auf dem Fahrweg zur Freiburger Hütte, wo uns bei warmen abendlichen Temperaturen das leckere Abendmenü auf der aussichtsreichen Terrasse serviert wurde.

Am letzten Tag ging es auf dem Felsensteig abwärts, herrlich spiegelte sich die Rote Wand auf der Wasserfläche des Formarinsees. Wir wanderten, bei zunehmend sommerlichen Temperaturen, auf dem Lechweg durch das junge Lechtal hinab und erfreuten uns an der landschaftlichen Schönheit dieser Route.

Bereichert mit vielfältigen neuen Eindrücken kehrten wir nach Hause zurück.

Renate Florl